Was macht man, wenn der Staat von seinen Bürgern — zum Beispiel bei der Steuererklärung — Perfektion verlangt, selbst aber nicht in der Lage ist, Dienstleistungen bereitzustellen?

Verlässt man sich zum Beispiel darauf, dass man im Rahmen des Programms “einheitlicher Ansprechpartner” eine Gewerbeanmeldung elektronisch abgeben kann, hat man einfach nur Pech gehabt.

Gut, es gibt einen Unterschied zwischen den Bundesländern und man kann vielleicht nicht generalisieren.

Ich spreche hier von NRW. Im Gegensatz zu Hessen ist hier noch eine weitere Registrierung zwischengeschaltet.

Es wäre ja nicht weiter schlimm, funktionierte es auch. Tut es aber nicht. Obendrein ist es so liederlich programmiert, dass für einen normalen Benutzer noch nicht einmal die Fehlermeldungen sichtbar sind – diese sind schlichtweg vergessen worden.
Vermutlich gibt es wohl wissentlich keine Hotline, sondern nur eine E-Mail-Adresse zur Nachfrage.

Ich bin mal gespannt was aus meiner Frage wird. Und falls mit noch jemand erklären kann, was eine vollelektronische Gewerbeanmeldung (vielleicht im Vergleich mit einer halbelektronischen oder digitalen Gewerbeanmeldung ist) wäre ich richtig dankbar.

“Sehr geehrte Damen und Herren,

die „vollelektronische“ Gewerbeanmeldung funktioniert leider nicht.

Nach Eingabe der Credentials im Servicekonto wird nur noch ein weisser Bildschirm angezeigt (ohne Fehlermeldung, HTTP Fehler ist aber 405 – der Programmierer hat wohl eine entsprechende Fehlerseite/Anzeige vergessen).

An wen kann ich mich wenden, der Chatbot auf ihrer Website ist wenig hilfreich.

Viele Grüße”

Man hält es leider auch nicht für notwendig, eine Bestätigung zum Beispiel in der Form “danke, wir haben Ihre E-Mail erhalten und werden sie mal bearbeiten” zu versenden.

Welch ein schlechter Service!

Aber – wen wundert es in einem Land, in dem kaum jemand etwas von “Quality of Service” oder “Service Level Agreements” gehört zu haben scheint …

Gründen in NRW?